Bewerbungsunterlagen Tipps & Muster


Bewerber unterschreibt Bewerbungsunterlagen

Sobald Ihre Bewerbungsunterlagen auf dem Weg zum Empfänger sind, haben Sie den ersten Schritt in Richtung Job und Karriere getan. Bis dahin steht aber noch ein bisschen Arbeit und Einsatz vor Ihnen. Denn so eine Bewerbung zu formulieren, verlangt schon etwas Einsatz und Liebe zum Detail.

Dazu müssen Sie weder zur Edelfeder avancieren, noch zum Grafikdesigner mutieren. Überzeugende Bewerbungsunterlagen sind vor allem eines: solides Handwerk. Und das lässt sich erlernen.

Befolgen Sie dazu einfach die wichtigsten Regeln und achten Sie auf subtile Signale, die Sie dort setzen können - schon liegen Sie aussichtsreich im Rennen um den Job.

Bewerbungsunterlagen: Worauf Sie achten müssen

Format

Schlanke Online-Bewerbungen haben klobige Papiermappen weitgehend verdrängt. Achten Sie hierbei allerdings darauf, den Posteingang des Personalers nicht mit gigantisch großen Anhängen zu verstopfen. Als imaginäre Grenze können Sie sich fünf Megabyte merken. Sofern ein Unternehmen um Bewerbungen per Online-Formular bittet, sollten Sie dieser Bitte nachkommen. Nichtsdestotrotz findet so manche Jobanbahnung noch immer auf dem Postweg statt - speziell, wenn es um Führungspositionen geht. Mit einer sauber zusammengestellten Mappe können Sie im Einzelfall also weiterhin Mitbewerber aus dem Rennen schlagen.

Vollständigkeit

Ihr Anschreiben sollte korrekt datiert und unterschrieben (und erst dann eingescannt) werden, Ihr Lebenslauf sollte lückenlos, die Unterlagen komplett, Ihre Kontaktdaten aktuell, Ihr Foto professionell sein. Seien Sie pingelig!

Klarheit

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang? Über welche Qualifikationen verfügen Sie? Was befähigt Sie konkret dazu, die Stelle zur Zufriedenheit des Unternehmens auszufüllen? Machen Sie im Bewerbungsanschreiben klare Ansagen und nicht den Fehler, sich durch verschwurbelte Satzkreativkonstruktionen (wie dieser) von der Masse abheben zu wollen. Personaler leiden unter chronischer Zeitnot und wollen auf den ersten Blick sehen, was Sache ist. Unübersichtliche Unterlagen und komplizierte Anschreiben stören da nur.

Individualität

Merken Sie sich diese Grundregel: Für jede Stelle eine eigene Bewerbung! Verwenden Sie ein Motivationsschreiben nie zweimal und passen Sie jedes Mal den Lebenslauf neu an, indem Sie Stationen und Tätigkeiten hervorheben, die für die jeweilige Stelle relevant sind. Natürlich bedeutet das für Sie einen Mehraufwand, erhöht aber zugleich die Erfolgsaussichten. Zudem hält sich die Extramühe in Grenzen, wenn Sie Ihre Bewerbungen nach dem Baukastenprinzip erstellen, also einzelne Textbausteine neu miteinander kombinieren und nur einzelne Passagen komplett abändern. Fügen Sie außerdem nur die Zeugniskopien bei, die für die umworbene Stelle eine Bedeutung haben.

Rechtschreibung

Lassen Sie Ihre Bewerbung zum Schluss vom Lektor Ihres Vertrauens gegenlesen. Er kann Sie dabei auch auf inhaltliche Ungereimtheiten aufmerksam machen. Und führen Sie unbedingt eine abschließende Rechtschreibprüfung durch. Sie wollen nicht, dass Ihre schönen Unterlagen wegen lapidarer Flüchtigkeitsfehler in Ablage P landen.

Checkliste: Das gehört in Ihre Bewerbungsunterlagen

  • Deckblatt
  • Anschreiben (maximal zwei Seiten)
  • Lebenslauf mit Foto (maximal drei Seiten)
  • Kopien Ihrer Schulzeugnisse (Schule, Universität, Weiterbildung)
  • Kopien Ihrer Arbeitszeugnisse (Praktika, Ausbildung, berufliche Stationen)

Musterbewerbung

Eine kostenlose Vorlage für ein Musteranschreiben finden Sie HIER.

Nach der Bewerbung: Was Sie jetzt tun und lassen sollten

Das bitte nicht machen:

Drängeln: Ungeduld ist keine Tugend. Rufen Sie daher nicht noch in der gleichen Woche an, um sich nach Ihren weiteren Aussichten zu erkundigen.

Spekulieren: Auch wenn Sie Ihren Traumjob scheinbar gefunden haben - er Sie noch nicht. Setzen Sie also nicht alles auf eine Karte, indem Sie Ihre weiteren Bemühungen um einen neuen Job augenblicklich einstellen - oder gar Ihre aktuellen Stelle vorzeitig kündigen.

Stattdessen machen Sie bitte das:

Nachfassen: Wenn Sie zwei Wochen lang nichts vom Unternehmen hören, haken Sie höflich (!) per Mail nach. Wer daraufhin weiter ignoriert wird, kann getrost zum Hörer greifen. Zumindest eine Standard-Absage haben Sie verdient. Das dürfen Sie dem Personalverantwortlichen auch genauso sagen (dabei aber natürlich nicht ausfallend werden). Den Job bringt Ihnen das zwar nicht, aber vielleicht ein hilfreiches Feedback.

Nachfragen: Sie haben eine Absage bekommen? Das tut weh und muss erst einmal verdaut werden. Rufen Sie den Personaler ruhig noch einmal an und erkundigen Sie sich höflich, woran es denn gelegen hat. Eine konstruktive, ehrliche Rückmeldung hilft Ihnen dabei, mit der Niederlage umzugehen - und gibt Ihnen wertvolles Hintergrundwissen für die nächste, dann hoffentlich bessere Bewerbung.