Headhunter Suchen und finden lassen


Headhunter sucht mit der Lupe nach geeigneten Kandidaten

Und dann klingelt das Telefon... „Können Sie gerade frei sprechen?“ Headhunter – oder Personalberater, wie sie auch genannt werden – können der Karriere auf die Sprünge helfen oder eine neue Richtung geben. Sie haben aber nicht den besten Leumund. Denn im Markt gibt es auch zahlreiche schwarze Schafe, die nur auf schnelles Geld aus sind, nicht aber die Karrieren ihrer Klienten im Blick haben.

Zudem sind Personalberater wie Phantome: Jahrelang nimmt man keine Notiz von ihnen, bis sie urplötzlich aus dem Nichts auftauchen und mit einem unerwarteten Jobangebot im Gepäck anrufen oder sich per Mail melden.

Trotzdem wäre es jetzt ein Fehler, dem modernen Kopfgeldjäger gleich die Tür vor der Nase zuzuschlagen.Wer weiß, vielleicht hat er ja doch den Top-Job im Koffer.

Auf Anhieb lassen sich Headhunter nur schwer einordnen. Diskretion gehört zum Geschäftsmodell, Transparenz nicht. Für Sie bedeutet das: Bewahren Sie sich ein gesundes Grundmisstrauen, bleiben Sie aber stets höflich und professionell. Wie das geht und wie Sie die Personalagenten auf Ihre Fährte locken? So...

Headhunter: Wie Sie auf Tuchfühlung gehen

So machen Sie Personalberater auf sich aufmerksam und erhöhen Ihre Jobchancen:

Profil schärfen

Bauen Sie Keywords in Ihre Business-Profile (Xing, LinkedIn) ein, auf die Headhunter reagieren – also genau jene Qualifikationen unter denen Sie gefunden werden wollen. Vorsicht: Eine zu offensive Selbstpromotion („suche neue Herausforderungen“) macht auch Ihren Noch-Arbeitgeber auf Ihre Absichten aufmerksam. Das kann zu peinlichen Gesprächen führen.

Veranstaltungen besuchen

Auf einschlägigen Fachmessen oder Kongressen laufen Sie mitunter auch Personalvermittlern über den Weg.Nutzen Sie die Chance, um am Buffet oder Messestand mit dem einen oder anderen locker ins Gespräch zu kommen.

Präsenz erhöhen

Wenn Sie Ihre Twitter-Follower oder Blog-Leser mit interessanten Inhalten füttern, werten Sie Ihre Reputation als Experte auf. Auch als Vortragsredner oder Gastautor in Fachmagazinen oder Online-Medien positionieren Sie sich als Fachkraft in Ihrem Metier - und werden auch von Headhuntern gehört und gelesen.

Netzwerk ausbauen

Bauen Sie sich nach und nach ein berufliches Netzwerk auf - und investieren Sie regelmäßig Zeit in dessen Pflege. Ihr Netzwerk kann Sie über Umwege in die Headhunter-Büros führen.

Karrierekiller: Das sollten Sie besser vermeiden

Diese zwei Selbstmarketing-Strategien führen definitiv nicht zum Ziel, sie können sogar zum Bumerang für die Karriere werden:

Headhunter anrufen

Bieten Sie Ihre eigene Arbeitskraft nicht wie Sauerbier auf dem Wochenmarkt an. So werten Sie sich nur selbst ab und hinterlassen beim Personalberater den Eindruck eines Verzweifelten, der den Jobwechsel nötig hat.

Lebenslauf schicken

Manche Headhunter-Homepages bieten die Möglichkeit, das eigene CV bequem zu hochzuladen. Fehler! Was zunächst komfortabel klingt, ist nur die entschärfte Version des Anrufs – und bleibt damit ebenfalls eine Art Verzweiflungstat. Zudem wissen Sie hernach nie, wo Ihre Unterlagen überall kursieren. Womöglich flattern Sie gar Ihrem aktuellen Arbeitgeber als Empfehlung auf den Tisch. Alles schon vorgekommen...

Der richtige Umgang mit Headhuntern

Ein unvermittelter Anruf oder eine geheimniskrämerische E-Mail: Bei der ersten Kontaktaufnahme eines Headhunters reagieren viele erst mal perplex und machen Fehler. Wir sagen Ihnen, wie Sie sich richtig verhalten.

Abwartend

Halten Sie sich beim Erstkontakt bedeckt: Offerte aufmerksam anhören, mögliches Interesse signalisieren, Kontaktdaten erbeten - aber auf keinen Fall Ihren unbedingten Wechselwillen oder eine genaue Statusbeschreibung Ihrer beruflichen Situation hinausposaunen. Der erste Kontakt ist nicht mehr als ein informelles Kennenlernen. Für Sie besteht danach die Möglichkeit, sich zunächst online über die Glaubwürdigkeit Ihres Anrufers zu erkundigen.

Neugierig

Im Folgegespräch dürfen Sie ruhig forscher zur Sache gehen. Für welchen Auftraggeber ruft der Personalberater an? Um welche Position handelt es sich genau? Von welcher Gehaltsspanne reden wir? Falls Sie an dem Job interessiert sind: Lassen Sie sich zunächst eine schriftliche Jobbeschreibung mailen, bevor Sie selbst Ihren Lebenslauf und Ihre Referenzen verschicken.

Diplomatisch

Verlieren Sie unter gar keinen Umständen ein schlechtes Wort über Ihren jetzigen Arbeitgeber - das wirft ein ganz schlechtes Licht auf Sie. Formulieren Sie Ihren Wunsch nach Veränderung so, dass er niemanden abwertet. Beispiel: "Ich bin nach den vielen erfolgreichen Jahren hier durchaus offen für eine neue Herausforderung."

Abgeklärt

Nach einem Headhunter-Anruf fühlt man sich gebauchpinselt, sollte aber mental auf dem Boden bleiben. Denn noch ist keineswegs ausgemacht, dass der Auftraggeber Sie letztlich will oder dass der neue Job überhaupt eine Verbesserung darstellt. Fassen Sie die Kontaktaufnahme also ruhig als Kompliment auf - aber (noch) nicht als Freiticket in ein besseres Arbeitsleben.

Kooperativ

Bieten Sie Ihre Expertise und Referenzen an, um nachhaltigen Kontakt zu knüpfen - natürlich nur, wenn Sie es mit einem seriösen Headhunter zu tun haben. Sie könnten ja irgendwann auch mal einen netten, wechselwilligen Kollegen weiterempfehlen. Im Gegenzug bedankt sich Ihre Kontaktperson vielleicht mit einer neuen Jobofferte. Dabei ist natürlich großes Fingerspitzengefühl gefragt.

Headhunter-Check: So erkennen Sie seriöse Personalberater

Sie verhalten sich diskret

Gute Headhunter haben Verständnis dafür, wenn Sie gerade nicht ungezwungen reden können - und legen Wert auf Diskretion.

Sie haben ihre Hausaufgaben gemacht

Das Netz ist eine gewaltige Fundgrube für Personalberater. Von einem Headhunter dürfen Sie also schon erwarten, dass er sich zumindest Ihr Xing-Profil genau angeschaut hat - und nicht einfach nur sein Schleppnetz nach Ihnen auswirft.

Sie versprechen Ihnen nichts

Ihnen ist der Job so gut wie sicher? Sie sind der absolute Traumkandidat? Solche Versprechungen sind hochgradig unseriös - und enttarnen einen Headhunter als Gauner.

Sie halten Infos nicht unter Verschluss

Um welchen Job geht es? Wer ist der Auftraggeber? Wer das partout nicht preisgeben möchte, macht sich auf Dauer verdächtig.

Sie hinterlassen ihre Kontaktdaten

Nur halbseidene Gestalten agieren im Dunkeln. Lassen Sie sich aber nicht einfach nur Telefonnummer und E-Mail-Adresse Ihres Kontaktes geben, sondern prüfen Sie diese auch. Und schauen Sie sich auf jeden Fall einmal die Homepage der Headhunter an.